Landseer vom Kloster Kamp
Landseer vom Kloster Kamp

Herzlich willkommen!

Anfang 2001 brachen wir unsere Zelte in Essen ab und zogen mit den Kindern in ein kleines Dorf am Niederrhein. Endlich auf dem Land konnte nun auch ein Hund bei uns einziehen!

Schon während der Bauphase sprach und besuchte ich Züchter verschiedener Rassen. Als uns dann Donata Künsler die Tür öffnete und wir von drei riesigen Landseern begrüßt wurden, fand die Suche nach der „richtigen“ Rasse ihr Ende. Bei diesem sehr langen ersten Besuch habe ich mein Herz an die Landseer verloren und das ist bis heute so geblieben.

 

Delphina vom Nebelwald wurde am 28.07.2001 geboren und zog im Herbst bei uns ein. Das war zuerst gar nicht sicher, denn unser damals 6-jähriger Sohn hatte furchtbare Angst vor Hunden und erst unzählige Besuche bei Familie Künsler haben ihn davon befreit. Am Ende kullerte unser Kleiner mit den Welpen über den Rasen und freundete sich auch mit den großen Hündinnen Zita, Blümchen und Callaminta an.

 

So konnte und durfte Delphina dann im Herbst bei uns einziehen. Sie war wunderbar.

Souverän und charakterstark, unglaublich geduldig mit Kindern und sehr liebevoll zu Menschen, die Angst vor Hunden hatten.

Damals habe ich noch keinen Gedanken an Zucht verschwendet, aber Frau Künsler schlug vor, einen Wurf bei sich groß zu ziehen. Also wurde unsere Delphina die Mutter des E-Wurfs vom Nebelwald.  Wir alle hatten viel Freude an ihr und den Welpen! Ihre Tochter Emma wurde zeitlebens ihre beste Freundin.

Leider wurde Delphina krank und starb viel zu früh am 17.05.2010.

 

Die Trauer war groß, der Garten leer, es war still im Haus und ich fühlte mich, als hätte man mir ein Bein abgehackt. Und zu einem Spaziergang ohne Hund fehlt einem irgendwie die Daseinsberechtigung...

 

Das Leben geht aber weiter. Als am 03.09.2010 der I-Wurf vom Nebelwald geboren wurde, stand ich wenige Stunden später vor der Wurfkiste und verliebte mich in die kleine Hündin, die da zwischen ihren Geschwistern lag.

Mit Isy (Isabeau vom Nebelwald) kam wieder Leben in die Bude. Unsere kleine Wilde stellte uns vor neue Herausforderungen. Wenn Delphina früher gesagt hat „ Ok, du willst das nicht, dann lasse ich´s halt“ fand Isy „ Wie ich darf nicht aufs Sofa? Das wollen wir doch mal sehen!“.

Nachdem wir die Flegeljahre hinter uns gebracht hatten, stellte sich wieder die Frage nach einem Wurf. Mittlerweile arbeitete ich zuhause und so reifte der Entschluss, eine Zuchtstätte anzumelden und selbst zu züchten.

 

Im Sommer 2014 begann also unser Abenteuer A-Wurf. Isy bekam am 16.06.2014 aus der Verpaarung mit Mylord Amadeus von der Schwanenburg 4 kleine Mädchen: Apple, Amber, Amy und Amai. Sie waren alle gesund und munter und diese 10 Wochen mit Isy und den Welpen waren trotz allen Schlafmangels eine wunderschöne Zeit. Wenn ich morgens um fünf, nachdem das Welpenhaus wieder sauber war und alle ihr Frühstück verputzt hatten, endlich mit meiner ersten Tasse Kaffee auf der Terrasse saß und Isy und ihren Kleinen beim Toben zusah, war alle Müdigkeit vergessen!

Besonders beeindruckt hat mich in dieser Zeit, wie fürsorglich unsere Hündin mit ihren Welpen umgegangen ist. Sie hat sie bis zum letzten Tag umsorgt und erzogen. Als nach zwei Wochen die ersten Welpeninteressenten kamen, blieb sie vollkommen entspannt und hat jeden Besucher direkt zur Wurfkiste geführt.

 

Es ist dieses absolute Vertrauen in uns Menschen, das mich an unseren Landseern so fasziniert. Es sind stattliche, souveräne, intelligente und lebhafte Hunde, die eine Nähe zu Menschen zulassen, wie ich sie bei keiner anderen Rasse beobachtet habe.

 

Nach dem A-Wurf war klar, dass das nicht unser letzter Wurf bleiben durfte.

 

Der Vater unseres B-Wurfs wurde Xanthos van de Hoge Zevend, ein bildschöner, freundlicher und ausgeglichener Rüde.

Und dann wurde am 11.08.2016 Bogart per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. Natürlich war er der Nabel der Welt, Isy und ich hatten ja nichts anderes zu tun, als unseren kleinen Prinzen bei Laune zu halten! Manchmal tat er mir schon leid, so ohne Geschwister. Während drüben bei den Nebelwäldern 3 Hündinnen und 5 Welpen durch den Garten tobten, war es bei uns doch ganz schön ruhig...

Aber er ist eine coole kleine Socke geworden und macht seiner Familie viel Freude.

 

Ja, und jetzt ist unsere Isy sechs Jahre alt. Sie hat uns in zwei Würfen fünf tolle Welpen geschenkt. Wir hoffen nun, dass wir im Sommer wieder eine kleine Hündin in unser Rudel aufnehmen können und Isy dann in ein paar Jahren ihre „Enkel“ mit erziehen darf.

 

So sieht es aus, wenn man sein Herz an die Landseer verloren hat! Man züchtet, obwohl das nie der Plan war und freut sich, wenn die Kleinen tolle Menschen finden, die genau so viel Freude an ihnen haben wie man selbst.

 

To be continued... 

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